Australien steht bei vielen Reisenden ganz hoch im Kurs. Kein Wunder – der rote Kontinent hat unwahrscheinlich viel zu bieten!

Campen im Outback, Tauchen im Great Barrier Reef, Sightseeing in Sydney, Koalas und Kängurus streicheln… Diese Aufzählung könnte man an dieser Stelle nahezu unendlich weiterführen. Die landschaftliche Vielfalt des Landes ist schier grenzenlos und lässt die meisten anderen Länder dieser Erde alt aussehen. In Australien gibt es über 600 Nationalparks (im Vergleich: USA 59, Kanada 44, Neuseeland 14, Argentinien 31, Peru 13, Chile 36) und jeder dieser 600 Nationalparks beeindruckt durch seine ganz eigenen Highlights. Es gibt jedoch Orte in Australien, die durch ihre besonderen geologischen Gegebenheiten herausstechen – diese haben wir dir in der folgenden Liste zusammengefasst:

1. The Pinnacles / Nambung National Park, Western Australia

Blick auf die Pinnacles Desert im Nambung Nationalpark, Western Australia, aus gelb-rotem Sand erheben sich bis zu vier Meter hohe verwitterten Kalksteinsäulen

Der Nambung National Park befindet sich knapp 200 km nördlich von Perth und erstreckt sich auf einer Gesamtlänge von ca. 245 km entlang der Coral Coast. Das Highlight des 190 km² großen Parks nimmt mit nur 4 km² eine vergleichsweise kleine Fläche ein, ist dafür jedoch umso beeindruckender : The Pinnacles.

Bei den Pinnacles handelt es sich um bis zu vier Meter hohe Kalksteinsäulen, die wie abgestorbene Baumstümpfe aus dem gelben Dünensand ragen. Wer diesen bizarren Ort in seiner vollen Pracht erleben möchte, der sollte entweder zeitig aufstehen und zum Sonnenaufgang kommen, oder die Touristenmassen abwarten und erst am späten Nachmittag eintreffen – im warmen Licht der goldenen Stunde entfaltet dieser Ort seine wahre Schönheit.

Der Eintritt für den Park schlägt mit 11$ pro Fahrzeug zu Buche, ist aber jeden Cent wert.

Wer Lust auf ein bisschen mehr Action hat, der kann beispielsweise auch Geländewagentouren durch den Park buchen und sich dabei im Sandboarden versuchen.

2. Mungo National Park, New South Wales

Blick auf den bizarr geformten Lehmboden eines ausgetrockneten Sees im Mungo Nationalpark, New South Wales, Australien

Der Mungo National Park ist nicht nur landschaftlich sehr beeindruckend, sondern auch archäologisch von großer Bedeutung. Die Hauptattraktion des Parks ist der Lake Mungo, ein ausgetrockneter See, der durch seine Lage in der Willandra-Seenregion den Status eines Welterbes der UNESCO innehat. In den Jahren 1969 und 1974 wurden hier die fossilen Überreste des Mungo Man und der Mungo Lady gefunden- die ältesten bekannten menschlichen Überreste Australiens.

Wer mehr über die Geschichte dieses bizarren Ortes erfahren möchte, dem empfiehlt sich eine geführte Tour mit einem Aborigine. Tickets hierfür können direkt vor Ort im Besucherzentrum gekauft werden.

3. Twelve Apostles, Victoria

Blick auf die Küste von Victoria und die Twelve Apostles im australischen Bundesstaat Victoria, Wellen auf dem blauen Meer, hinter dem Strand erheben sich hoche Felsklippen

Sie sind das Highlight einer jeden Fahrt auf der Great Ocean Road – die Twelve Apostles. Zwar haben die Zwölf Apostel noch nie aus zwölf Felsen bestanden (es waren ursprünglich neun, seit 2005 nur noch acht), trotzdem gelten sie als eines der meistfotografierten Motive Australiens.

Die majestätisch aus den Fluten des Meeres ragenden Felsen liegen ca. 200 km westlich von Melbourne und sind mit dem Auto in gut zwei Stunden zu erreichen. Wer keinen fahrbaren Untersatz zur Verfügung hat, oder einfach keine Lust hat selbst zu fahren, der kann auch eine geführte Tour von Melbourne aus unternehmen.

4. Kata Tjuta (The Olgas), Northern Territory

Blick aus dem Flugzeug auf Kata Tjuta (auch Mount Olga oder The Olgas genannt), die runden, roten Felsen erheben sich hoch über der grünen Landschaft des Uluru-Kata Tjuta Nationalparks

photo: cc licensed (BY-ND) flickr photo by Maarten Danial

Unweit des berühmten Ayers Rock und ebenfalls im Uluru-Kata Tjuta National Park befinden sich die Olgas – eine Gruppe von 36 rot-braunen Bergen, die wie Köpfe (daher auch der Name: Kata = Kopf, Tjuta = viele) aus dem Wüstenboden des Outbacks ragen. Der gut 7 km lange Wanderweg durch das „Valley of the Winds“ führt vorbei an zwei wundervollen Aussichtspunkten, für die komplette Wanderung sollte man zwischen drei und fünf Stunden einplanen und genügend Wasser dabei haben (es gibt nur eine Stelle zum Auffüllen der Trinkwasservorräte). Da die Olgas, genauso wie der Ayers Rock, den Aborigines heilig sind, sollte man unterlassen auf den Bergen herumzuklettern. Auch bei den Olgas empfiehlt sich ein Besuch zu den Morgen- oder Abendstunden. Zum einen wird der Wanderweg bei Temperaturen über 36°C zum Schutze der Touristen gesperrt, zum anderen enthüllen die Olgas nur zur goldenen Stunde ihre wahre Pracht und leuchten im Sonnenlicht der Dämmerung wunderbar rot.

5. Purnululu National Park / Bungle Bungles, Western Australia

Blick auf die bizarre Sandstein-Gebirgskette (Bungle Bungle) des Purnululu Nationalparks in Western Australia, Australien,

Die Gebirgskette (Bungle Bungle) im Purnululu National Park ist eine weltweit einzigartige Sandstein-Erscheinungsform, welche erst im Jahr 1983 entdeckt wurde, als ein Film-Team das Gebiet überflog und auf die bienenstockähnlichen Formationen aufmerksam wurde – seit 2003 gehört der Park zum UNESCO-Weltnaturerbe. Da der größte Teil der Region völlig unzugänglich ist, lässt sich die wundervolle Landschaft am besten im Rahmen eines Rundflugs betrachten. Im Park gibt es jedoch auch einige schöne Wanderwege, auf welchen sich die „Bienenkörbe“ aus nächster Nähe betrachten lassen. Die Highlights einer Wanderung durch den Park sind die Echidna Chasm und die Chathedral Gorge. Die Echidna Chasm ist eine schmale Felsschlucht, die im Laufe der Jahrtausende durch einen Fluss in das Gestein geschnitten wurde. Wer die Schlucht besuchen möchte, der sollte sich vorab im Visitor Center nach der Uhrzeit erkundigen, in der die Sonne für einen kurzen Moment in die Schlucht fällt und sie dabei in einem herrlich warmen Rotton erleuchten lässt – ein magischer Moment! Die Chathedral Gorge ist ein kathedralenähnlicher Einschnitt im Fels, welcher sich perfekt dafür eignet eine kurze Verschnaufpause einzulegen und der fabelhaften Akustik der „Kathedrale“ zu lauschen.

6. Kalbarri National Park, Western Australia

Blick durch das berühmte Nature's Window am Murchison River im Kalbarri National Park, Western Australia, Australien

photo: cc licensed (BY) flickr photo by robertpaulyoung

Der Kalbarri National Park besticht durch zwei unterschiedliche Landschaftsformen. Zum einen zeichnet er sich durch eine dramatische, rötlich-braune Küstenlinie aus, zum anderen beeindruckt er durch eine tiefe, windungsreiche Schlucht, die der Murchison River hier ins Gestein geschliffen hat. Sowohl an der Küste, als auch am Murchison River gibt es tolle Wanderwege, die hinter jeder Ecke neue, spektakuläre Aussichten auf die rot-weiß gestreiften Gesteinsformationen bieten. Der wohl bekannteste Aussichtspunkt im Park ist das „Nature’s Window“ – ein natürliches Fenster, durch welches man die Schlucht des Murchison Rivers wie durch einen Rahmen sehen kann (siehe Foto).

7. Gantheaume Point, Western Australia

Blick auf die Küste von Gantheaume Point, nahe Broome, Western Australia, Australien, bizarre Felsformationen werden von azurblauem Wasser umspült

Der Gantheaume Point befindet sich ca. 6 km außerhalb von Broome und ist vor allem bei Australiern sehr beliebt – sie treffen sich hier am Wochenende oft mit Freunden und Familie. Von den spektakulären Felsformationen der Landzunge hat man einen herrlichen Blick auf den langen Cable Beach – den Sonnenuntergang von hier aus zu beobachten ist fantastisch! Das Highlight am Gantheaume Point sind jedoch die etwa 130 Millionen Jahre alten Fußabdrücke von Dinosauriern, welche man bei Ebbe im Gestein finden kann. Für diejenigen, die bei Flut kommen, gibt es in der Nähe des Leuchtturms zwar eine Nachbildung der Abdrücke, man sollte seinen Besuch aber so planen, dass man auch die originalen Fußstapfen der urzeitlichen Reptilien bestaunen kann.

 

Australien hat natürlich noch weitaus mehr zu bieten, als „nur“ diese 7 Highlights. Hier kannst du nach Herzenslust stöbern und dir weitere Inspiration für deinen nächsten Australien Trip holen.

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Viel Spaß in Australien!


Veröffentlicht von
Felix
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